Translate

Donnerstag, 20. März 2025

Wirkungsweise von Chlordioxid u.a. Desinfektionsmitteln zur Trinkwasserdesinfektion

 

 

 
Abschlussbericht

Projektzeitraum: Januar 2018 Juni 2021


 

 

F+E-Kooperation zwischen dem

Umweltbundesamt Fachgebiete II 1.4 Mikrobiologische Risiken II3 Wasseraufbereitung und der

 

Arkema France, BWT Wassertechnik GmbH, Eur O 3 zon, Hydro- Elektrik GmbH

Innovative Water Care, Hypred SAS group Kersia, KyroChem GmbH ,TKI Hrastnik , TwinOxide International B. V. Und weitere

 

 

 

 

 

 

Untersuchung der Wirksamkeit von Biozidprodukten für die Desinfektion von Trinkwasser

L. Zehlike*, A. Grunert, H.-C. Selinka

*Federführung

 

Berlin, den 16. März 2023

 

 

1.Zusammenfassung

 

Die Abteilung II 3 „Trink- und Badebeckenwasserhygiene“ im Umweltbundesamt (UBA) ist im Einvernehmen mit der Zulassungsstelle (BAuA) für die Bewertung der Wirksamkeit von Wirkstoffen zur Desinfektion zuständig.

Im Rahmen des Biozidprodukte-Projekts am UBA wurden Desinfektionswirkstoffe und -produkte bzw. -verfahren verglichen, um die Zulassungsanforderungen für Produkte und Verfahren zu prüfen.

Die untersuchten Produkte beinhalteten die Wirkstoffe hypochlorige Säure, Chlordioxid, Ozon, hypobromige Säure und Peressigsäure. Die Wirksamkeit der Produkte wurde mit dem Wirkstoff hypochlorige Säure verglichen. Ausnahme waren Produkte auf Basis von Chlordioxid, die direkt mit dem Wirkstoff Chlordioxid verglichen wurden. Bei den Versuchen wurden unterschiedliche Testwässer eingesetzt. Die Versuche zur Trinkwasser-, Badebeckenwasser- und Kühlwasserdesinfektion wurden am UBA- Desinfektionsmittelteststand (DMTS) in Berlin-Marienfelde durchgeführt. Des Weiteren wurde die biozide Wirkung von Ozon auf einen Biofilm an einem Biofilmteststand (BTF) untersucht.

Es wurden sechs Produkte auf Basis von hypochloriger Säure mit dem Precursor Natriumhypochlorit (Bezeichnung A1-A5, A7) und ein Produkt mit dem Precursor Calciumhypochlorit (A6) für den Bereich Trinkwasser getestet. Es konnten keine signifikanten Unterschiede in der Wirksamkeit der Produkte festgestellt werden. Auch die Wirksamkeit des Wirkstoffes hypochlorige Säure unterschied sich nicht von der Wirksamkeit der untersuchten Produkte. Des Weiteren konnte im Rahmen des Projekts kein Einfluss von Beistoffen festgestellt werden. Eine Dosierkonzentration von 0,2 mg/l HOCl (als Cl2) scheint unter den gegebenen Testbedingungen als ausreichend, um die Wirksamkeitskriterien für Trinkwasser (Tabelle 3, UBA, 2013) einzuhalten, d.h. eine Reduktion der Testbakterien/-viren um 2 log10- Stufen in 10 Minuten und 4 log10-Stufen in 25 Minuten.

 

 

Bei der Produktklasse auf Basis von Chlordioxid wurden zwei Produkte (B1 und B2) für den Bereich Trinkwasser untersucht.

Diese unterschieden sich nicht in ihrer Wirksamkeit. Auch die Wirksamkeit des Wirkstoffes Chlordioxid unterschied sich kaum von der Wirksamkeit der untersuchten Produkte, wobei eine höhere Wirksamkeit der Produkte nicht ausgeschlossen werden kann. Alle untersuchten Produkte auf Basis von Chlordioxid sowie der Wirkstoff Chlordioxid haben die Wirksamkeitskriterien (Tabelle 5) bei einer Dosierkonzentration von 0,2 mg/l ClO2 für die untersuchten Testbakterien/-viren eingehalten.

Die Wirksamkeit von Ozon wurde für die Testwässer Trinkwasser, Badebeckenwasser und Kühlwasser getestet. Ozon hat die Wirksamkeitskriterien für den Bereich Trinkwasser bei einer Dosierkonzentration von 0,5 mg/l eingehalten. Im Vergleich mit hypochloriger Säure weist Ozon eine ähnliche Wirksamkeit für die Testbakterien Escherichia coli und Enterococcus faecium sowie für die Bakteriopagen PRD1 auf. Eine deutliche bessere Wirksamkeit von Ozon gegenüber hypochloriger Säure ist bei den Bakteriophagen MS2 zu verzeichnen.

Für den Bereich Badebeckenwasser hat Ozon die Wirksamkeitskriterien nach OECD Guidance (modifiziert OECD, 2012, Tabelle 6) und DIN 19643-3 (DIN, 2012a) für die untersuchten Bakterien und Bakteriophagen bei einer Dosierkonzentration von 0,3 mg/l Ozon eingehalten. Im Vergleich zu hypochloriger Säure war Ozon deutlich besser wirksam gegenüber Staphylococcus aureus und den Bakteriophagen MS2 sowie ähnlich wirksam gegenüber E. coli, E. faecium, Pseudomonas aeruginosa und den Bakteriophagen PRD1.

Bei den Versuchen mit Kühlwasser wurden Dosierkonzentrationen von 0,2 mg/l, 0,4 mg/l und 0,7 mg/l Ozon untersucht. Bei einer Dosierung von 0,4 mg/l Ozon konnte eine Reduktion der untersuchten Testbakterien (E. coli, E. feacium, P. aeruginosa) von ca. 0,7-1,1 log10-Stufen festgestellt werden. Bei 0,7 mg/l Ozon erfolgte eine Reduktion bis unterhalb der Bestimmungsgrenze. Erst Im Vergleich zu hypochloriger Säure war Ozon schlechter wirksam gegenüber E. coli, E. faecium. Der erhöhte DOC von ca. 5-6 mg/l führte prozentual zu einer stärkeren Zehrung des Ozons als bei der hypochlorigen Säure, womit die geringere Wirksamkeit zu begründen ist.

Bei der kontinuierlichen Behandlung eines Biofilm mit 0,3 mg/l Ozon konnte keine vollständige Reduzierung des Biofilms beobachtet werden.

Hypobromige Säure wurde für den Bereich Badebeckenwasser getestet. Dabei hat hypobromige Säure die Wirksamkeitskriterien nach OECD Guidance (OECD, 2012, Tabelle 6) und DIN 19643-3 (DIN, 2012a) bei einer Dosierkonzentration von 0,4 mg/l HOBr (gemessen als Cl2) für die Testbakterien E. coli, E. faecium sowie für die Bakteriophagen MS2 und PRD1 eingehalten. Für S. aureus wurden die Kriterien bei einer Dosierkonzentration von 0,6 mg/l HOBr (gemessen als Cl2) eingehalten. Es konnte keine ausreichende Wirksamkeit für P. aeruginosa gezeigt werden, selbst bei einer Zudosierung von 1,0 mg/l HOBr (gemessen als Cl2). Im Vergleich zu hypochloriger Säure scheint hypobromige Säure ähnlich wirksam gegenüber E. coli, E. faecium und den Bakteriophagen PRD1 zu sein, besser wirksam gegenüber S. aureus und den Bakteriophagen MS2 sowie schlechter wirksam gegenüber P. aeruginosa.

Peressigsäure hat die Wirksamkeitskriterien für den Bereich Trinkwasser bei einer Dosierkonzentration von 34 mg/l für die Testbakterien E. coli und E. faecium eingehalten. Im Vergleich zu hypochloriger Säure ist Peressigsäure um den Faktor 80-150 weniger wirksam.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Untersuchung und der Vergleich der Wirksamkeit von unterschiedlichen Desinfektionsmitteln ein komplexer Prozess ist, bei dem neben oxidativen Prozessen auch chemische Parameter wie pH-Wert, pKs-Wert, Temperatur, DOC sowie mikrobiologische Abwehrmechanismen beachtet werden müssen und daher Desinfektionserfolge schwer vorhersagbar sind. Desinfektionsmittelprodukte sollten abhängig vom Herstellungsverfahren und/oder vom Anwendungsfall untersucht werden, da dies den Desinfektionserfolg maßgeblich beeinflussen kann.

 

2.Einleitung

Gemäß der EU-Trinkwasserrichtlinie muss die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser geschützt werden, zudem ist die Genusstauglichkeit und Reinheit von Trinkwasser zu gewährleisten (Artikel 2, RL 2020/2184/EU). Besteht die Besorgnis einer Kontamination durch pathogene Mikroorganismen z.B. bei Überschreitung von Grenzwerten oder bei der Aufbereitung von anthropogen beeinflussten Rohwässern, müssen Maßnahmen zur Entfernung von potentiellen Krankheitserregern ergriffen werden, wie z.B. Filtration, UV-Strahlung (physikalische Desinfektion) oder chemische Desinfektion.

Neben der Trinkwasserdesinfektion, wird die Desinfektion z.B. auch in Schwimmbädern oder in Rückkühl- und Verdunstungskühlanlagen eingesetzt. In Schwimmbädern geben die Badegäste Verunreinigungen in das Wasser ab. Um eine Ansteckung durch Pathogene zu verhindern, wird das Schwimmbadwasser aufbereitet, u.a. mit einer Desinfektion.

In Rückkühl- und Verdunstungskühlanlagen bzw. Kühltürmen wird häufig eine Biofilmbildung beobachtet, in denen sich unter anderen Bakterien wie Pseudomonas aeruginosa oder Legionellen-Stämme ansiedeln können. Diese stellen eine gesundheitliche Gefährung dar. Im Rahmen einer Desinfektion kann teilweise der Biofilm sowie im Wasser plaktonisch vorkommende Mikroorganismen reduziert werden. Eine ausreichende Wirksamkeit der eingesetzten Wirkstoffe und Verfahren ist notwendig, um eine sichere Wasseraufbereitung zu garantieren. Die Wirksamkeit eines Wirkstoffes wie z.B. Chlor ist allerdings nicht zwingend identisch mit der Wirksamkeit eines Chlor-Produktes.

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfachs e.V. (DVGW) hat eine Feldstudie über die Qualität von Desinfektionsprodukten im praktischen Einsatz der Trinkwasseraufbereitung in Auftrag gegeben. In der Studie wurden zahlreiche Abweichungen der normativen Anforderungen festgestellt, wie z.B. dass Produkte mit undefinierter Qualität und zu undefinierten technischen Zwecken auf dem freien Markt angeboten werden (DVGW, 2009). Im Rahmen dieses F&E-Vorhaben wird die Wirksamkeit von Desinfektions-produkten in unterschiedlichen Testwässern untersucht sowie mit der Wirksamkeit der reinen Wirkstoffe verglichen. Damit kann abgeschätzt werden, ob das geforderte Schutzniveau bei der Aufbereitung und Desinfektion von unterschiedlichen Wässern eingehalten wird.

2.1.Relevante pathogene Bakterien und Viren in unterschiedlichen aquatischen Systemen

2.1.1.Trinkwasser

Bei der Beurteilung der Wasserqualität von Oberflächengewässern und Trinkwasser werden Untersuchungen von Indikatororganismen durchgeführt, da nicht alle potentiellen Pathogene untersucht werden können. Ideale Indikatoren sind nicht pathogen, weisen aber auf eine fäkale Kontamination des Wassers hin und somit auf eine potentielle Gesundheitsgefährdung. Sie sind einfach und mit geringen Kosten nachweisbar und kommen in größeren Konzentrationen als die Pathogene vor.

Für die Gruppe der Bakterien werden coliforme Bakterien (meist Escherichia coli) und intestinale Enterokokken (z.B. Enterococcus faecium) verwendet (Grenzwert in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV, 2001) jeweils: 0/100ml). Da coliforme Bakterien relativ empfindlich gegenüber der Desinfektion sind, werden zusätzlich die resistenteren intestinalen Enterokokken betrachtet (Grohmann, 2011). In der UBA-Prüfvorschrift „Quantitative determination of the efficacy of drinking water disinfectants” (UBA, 2013) werden E. coli und Enterokokken Wildtypstämme genannt, da diese Wildisolate eine höhere Tenazität gegenüber Umweltfaktoren aufweisen als Laborstämme mit einem degenerierten Genom.

Als Indikatoren für humanpathogene Viren sind somatische und F-spezifische Bakteriophagen (Viren, die Bakterien infizieren) geeignet und wurden in der Vergangenheit immer wieder für Desinfektionstests verwendet. Bakteriophagen sind den humanpathogenen Viren in Größe und Aufbau ähnlich und verhalten sich somit auch ähnlich in der Umwelt sowie bei der Desinfektion (Grohmann, 2011). Sie sind für den Menschen nicht infektiös und lassen sich im Labor relativ leicht vermehren und quantitativ nachweisen, weshalb sie als Indikatororganismen besonders geeignet sind.

 

 

 

2.1.2.Badebeckenwasser

 

In der OECD Guidance „Demonstrating efficacy of pool and spa disinfectants in laboratory and field testing” (OECD, 2012) werden Testorganismen für die Indikatorklassen Bakterien, Viren und Protozoen genannt (Tabelle 6), die typischerweise in Badebeckenwasser vorkommen können. Neben E. coli und E. faecium als Fäkalindikatorbakterien wird der Erreger Pseudomonas aeruginosa genannt. P. aeruginosa wird mit Schwimmbad-assoziierten Infektionskrankheiten in Verbindung gebracht, wie Infektionen der Haut und des Außenohrs (UBA, 2014). Des weiteren neigt P. aeruginosa zur Schleimbildung, wodurch eine effektive Desinfektion erschwert wird (VDI-Richtlinie 2047, 2019). Zudem dient P. aeruginosa als technischer Indikator für die Qualität der Filterstufe bei der Aufbereitung von Badebeckenwasser sowie als Indikator für ungeeignete Materialien, die zur Bildung von Biofilmen  neigen  (Grohmann,  2011).  Legionellen  können  über  das  Füllwasser  in

Schwimmbecken eingetragen werden und sich in einem Temperaturbereich von 23-50 °C so vermehren, dass sie hygienisch relevant werden. Das Einatmen Legionellen-haltiger Aerosole kann zu einer Lungenentzündung oder dem Grippe-ähnlichen Pontiac-Fieber führen (UBA, 2014). Staphylococcus aureus als weiterer potentieller Erreger in Schwimmbecken, kann u.a. Haut-, Ohren-, Augen- und Lungenentzündungen hervorrufen (Taylor and Unakal, 2021). S. aureus gilt als Indikator für Krankheitserreger, die aus dem Nasen- und Rachenraum des Menschen stammen (UBA, 2003). Da die Gruppe der Indikatorbakterien zur Abschätzung der mikrobiologischen Qualität von Badebeckenwasser allein nicht ausreichend ist, werden bei der Gruppe der Viren, zusätzlich Adeno- und Rotaviren betrachtet. Adenoviren sind humanpathogene Erreger, die neben Darmerkrankungen auch Atemwegs- und Augeninfektionen verursachen können (Jiang, 2006), wobei Rotaviren vor allem für Durchfallerkrankungen bekannt sind (Henke-Gendo, 2016). Als dritte Organismusklasse nennt die OECD Guidance Protozoen (eukaryotische Einzeller), speziell Naegleria fowleri und Giardia intestinalis beispielsweise Giardia muris. N. fowleri kommt in warmen und feuchten Habitaten vor, wie z.B. in stehenden Gewässern und feuchter Erde, aber auch in Schwimmbädern und Wasserkühlkreisläufen von Kraftwerken. Über die Nase gelangt N. fowleri ins Gehirn und kann dort Hirnhautentzündungen hervorrufen (Chalmers, 2014). Die Gattung Giarda ist ein Dünndarmparasit, die über einen fäkal-oralen Infektionsweg übertragen werden und vor allem Durchfallerkrankungen verursachen (Robertson, 2014). Generell ist die Filtration zur Entfernung von Protozoen effektiver als die Desinfektion (Grunert et al., 2018), da Protozoen mit den üblicherweise verwendeteten Desinfektionskonzentrationen nicht beseitigt werden können.

2.1.3.Kühlwasser

Gesundheitliche Risiken bei Verdunstungsanlagen können vor allem durch Legionellen und Pseudomonaden auftreten, wobei insbesondere Biofilme bei der Vermehrung und Verbreitung der Mikroorganismen eine zentrale Rolle spielen (VDI-Richtlinie 2047, 2019). P. aeruginosa kann zudem bei Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten der Verdunstungsanlagen übertragen werden, da es hierbei zu einem direkten Haut- und Atemwegskontakt kommen kann. Legionellen hingegen werden über lungengängige Aerosole übertragen, die als luftgetragene Partikel über große Entfernungen transportiert werden. Der Legionellose- Ausbruch in Warstein in 2013 ist hierfür ein prominentes Beispiel. Bei dem Ausbruch erkrankten 165 Menschen an einer schweren Lungenentzündung auf Grund einer Infektion mit Legionella pneumophila, die durch eine Verdunstungskühlanlage weiträumig in der Luft verteilt wurden

 

2.1.4.Biofilm

Biofilme bestehen aus extrazellulären polymeren Substanzen (EPS) und werden durch eine Vielzahl an Mikroorganismen gebildet, wie Bakterien, Algen und Pilzen (Grohmann, 2011). Da Biofilme auf nahezu allen feuchten Oberflächen entstehen können, wie z.B. Trinkwasserleitungen, Filtern und Rückkühlwerken, können sie negative Auswirkungen in technischen Systemen verursachen wie erhöhte Reibungsverluste und Filtrationswiderstände, Druckabfall, einen verminderten Wärmeübergang und einen Eintrag von pathogenen Mikroorganismen (Exner et al., 2010). In Biofilmen können sich Pathogene wie Pseudomonas aeruginosa, Legionellen oder Umweltmykobakterien ansiedeln und vermehren. Die Pathogene können aus dem Biofilm wieder freigesetzt werden und vor allem bei immunsupprimierten Menschen schwerwiegende Erkrankungen verursachen (Grohmann, 2011). Neben der mechanischen Entfernung des Biofilms, werden physikalische Verfahren wie UV-Desinfektion oder Membranfiltration sowie chemische Verfahren, mit Ozon, Chlor oder Chlordioxid eingesetzt (Exner et al., 2010).

 

3.Desinfektion und Desinfektionsmittel

Unter Desinfektion versteht man die Inaktivierung oder Abtötung von Pathogenen, so dass eine Infektion durch sie verhindert wird (Grohmann, 2011). Desinfektionsverfahren sind von anerkannter Bedeutung für die Sicherstellung der Versorgung mit sicherem Trinkwasser, Badebeckenwasser oder Kühlwasser, um einer Schädigung der menschlichen Gesundheit vorzubeugen (Grunert et al., 2018). Allerdings ist die Desinfektion nur in Kombination mit weiteren Aufbereitungsverfahren, wie einer Filtration sinnvoll, da die Mikroorganismen häufig Aggregate bilden oder sich an Partikel lagern und somit von den Desinfektionsmitteln schlecht erreicht werden (Grohmann, 2011). Die Desinfektion stellt daher meist den letzten Schritt der Wasseraufbereitung dar. Neben traditionellen Desinfektionsmitteln wie Chlor und Ozon, werden heutzutage auch Chlordioxidlösungen und die UV-Strahlung zur Desinfektion eingesetzt, die sich in Aufwand und Wirksamkeit gegenüber verschiedenen Mikroorganismen unterscheiden (Grohmann, 2011) (Tabelle 1).

Tabelle 1: Effektivität bei Desinfektionsverfahren (nach Grohmann, 2011)

 

Verfahren

Bakterien

Viren

Parasiten

Chlor

++

+

-

Chlordioxid

++

++

-

Ozon

++

++

+

UV-Strahlung

++

++

++

 

 

 

Die Wirksamkeit des Desinfektionsmittels hängt u. a. von dem Standardelektronenpotential E0 ab (Tabelle 2).

Tabelle 2: Standardelektronenpotentiale E0 von unterschiedlichen Desinfektiosmitteln

 

Desinfektionsmittel

Reaktionsgleichung

Standardelektronenpotential E0 (V)

(Vanysek, 2000)

Ozon

O3 + 2 H+ + 2 e- O2 + H2O

2,076

Peressigsäure

CH3CO3H + 2 H+ + 2 e-

H3CO2H +H2O

1,960*

Hypochlorige Säure

HClO + H+ + 2 e- ↔ Cl + H2O

1,482

Hypobromige Säure

HBrO + H+ + 2 e- ↔ Br + H2O

1,331

Sauerstoff

O2 + 4 H+ + 4 e- 2 H2O

1,229

Chlordioxid

-

 

ClO2  (aq)  + e -                    ClO2

 

0,954

* angegeben als 1,762 V gegen Ag/AgCl in Awad et al., (2004)

 

In Deutschland dürfen bei der Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch nur Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren eingesetzt werden, die in der § 11-Liste der Trinkwasserverordnung genannt werden.

 

 

3.1.Hypochlorite & Chlor

 

In Deutschland gehören Chlor und Hypochlorite zu den Standarddesinfektionsmitteln für Trinkwasser (DVGW Arbeitsblatt W 229, 2021). Sie werden entweder als Handelsprodukte geliefert oder vor Ort durch Elektrolyse aus Natriumchlorid hergestellt. Bei handelsüblichen Produkten sind Natriumhypochlorit-Lösungen mit einer Konzentration von ca. 150 g/l freiem Chlor erhältlich. Mittels Membranzellenelektrolyse aus Natriumchlorid-Lösungen hergestellte Hypochlorit-Lösungen erreichen Konzentrationen zwischen 20-30 g/l freiem Chlor. Der Chlorgehalt verringert sich bei der Lagerung durch Licht- und Wärmeeinwirkung. Dabei entsteht unter anderem Chlorat, was möglichst vermieden werden sollte (DVGW Arbeitsblatt W 229, 2021).

Chlor und Hypochlorite sind ätzend, korrosiv, wirken oxidierend und sind in konzentrierter Form stark toxisch. Chlor ist im Wasser gut löslich, wobei die Löslichkeit von Chlorgas mit zunehmender Wassertemperatur abnimmt. Generell neigen Lösungen mit freiem Chlor zur Ausgasung von Chlorgas (DVGW Arbeitsblatt W 229, 2021).

Bei der Chlorung im Wasser entsteht in Abhängigkeit vom pH-Wert hypochlorige Säure (HOCl). Im Falle von Natriumhypochlorit entsteht zusätzlich Natronlauge.

NaOCl + H2O HOCl + NaOH

 

Die hypochlorige Säure ist wirksamer als das dissozierte Hypochlorition (Roeske and Ritter, 2006) und kann im Wasser frei suspendierte Mikroorganismen einschließlich viraler und

bakterieller Pathogene abtöten. Die hohe mikrozide Wirkung der undissoziierten Form (HOCl) kann mit der besseren Durchdringung der Zellmembran erklärt werden im Vergleich zum Hypochlorition (OCl-) (Wilhelm, 2008).

Da die hypochlorige Säure mit steigendem pH-Wert im Wasser zu OCl- dissoziiert, nimmt die Desinfektionswirkung mit zunehmenden pH-Wert ab (Abbildung 1).

HOCl + H2O H3O+ + OCl-

 

 

 

Abbildung 1: Gleichgewichte von Chlor (Cl2), hypochloriger Säure (HClO) und Chlorit (ClOˉ) bei verschiedenen pH-Werten (DVGW Arbeitsblatt W 229, 2021)

 

Chlor kann als starkes Oxidationsmittel mit anorganischen und organischen Wasserinhaltsstoffen reagieren. Mit Ammoniak und Aminen bildet hypochlorige Säure Chloramine (gebundenes Chlor) sowie mit Bromid hypobromige Säure, die wiederum zu bromorganischen Verbindungen und Bromat weiterreagieren kann. Mit organischen Wasserinhaltsstoffen bildet hypochlorige Säure z.B. Trihalogenmethane. Die Art und Konzentration der gebildeten Desinfektionsmittelnebenprodukte hängen von der Chlorkonzentration, dem Gehalt an Wasserinhaltsstoffen (bei den organischen sind hier besonders die Huminstoffe zu nennen), dem Bromidgehalt, der Temperatur, dem pH-Wert und der Reaktionszeit ab (DVGW Arbeitsblatt W 229, 2021). Die maximal zulässigen Konzentrationen an Chlorat, Trihalogenmethanen und Bromat sind zu beachten

 

3.2.Chlordioxid und Chlordioxidlösungen

 

In Deutschland gehören Chlordioxidlösungen, neben Chlor und Hypochlorit zu den Standarddesinfektionsmitteln für Trinkwasser.

Das gasförmige Chlordioxid ist nicht stabil und kann explosionsartig in Chlor und Sauerstoff zerfallen. Deshalb gelten für die Aufbewahrungsgefäße von Chlordioxidlösungen besondere Sicherheitsvorschriften.

ClO2 ½ Cl + O2

 

3

 
In der hochkonzentrierten Chlordioxidlösung zerfällt Chlordioxid durch die Reaktion mit Wasser. Als Endprodukte entstehen dabei Chlorid (Cl-) und Chlorat (ClO -). Da Chlordioxid in hochkonzentrierten Lösungen besonders schnell zerfällt, werden die Lösungen nach der Herstellung entweder zeitnah auf 2 - 3 g/l verdünnt oder ohne Zwischenlagerung dem aufzubereitenden Wasser hinzugefügt (DVGW Arbeitsblatt W 224, 2010). Bei den ausgewählten Produkten B1 und B2 wird Natriumchlorit als Vorläufersubstanz in Kombination mit einem Oxidationsmittel und Wasser eingesetzt.

Das Chlordioxidgas ist flüchtig, entweicht schnell aus den Chlordioxidlösungen und ist sehr giftig. Der Arbeitsplatzgrenzwert beträgt 0,28 mg/m3, dies entspricht 0,1 ppm. In konzentrierter Form darf Chlordioxidgas auf Grund seiner Eigenschaften weder in flüssiger noch in gasförmiger Form gelagert oder transportiert werden, weshalb es für die Wasseraufbereitung vor Ort hergestellt wird (DVGW Arbeitsblatt W 224, 2010).

Für den Einsatz von Chlordioxidlösungen zur Desinfektion im Trinkwasserbereich gelten neben der BPR die Angaben nach § 11 der Trinkwasserverordnung, Liste der Aufbereitungsstoffe. Es sind grundsätzlich nur Verfahren zulässig, die eine sichere Herstellung mit kontinuierlicher Prozessüberwachung garantieren. § 11 der Trinkwasserverordnung verweist dabei auf das DVGW-Arbeitsblatt W 224, in dem die Desinfektionsverfahren mit Chlordioxid beschrieben werden. Folgende Herstellungsverfahren werden angewendet:

 

 

Tabelle 3: Herstellungsverfahren für Chlordioxid (DVGW Arbeitsblatt W 224, 2010)

 

Verfahren

Herstellung

Chlorit-/Chlor

In automatischen Anlagen

Chlorit-/Salzsäure

In Anlage mit kontinuierlicher oder diskontinuierlicher

Betriebsweise,

Handmischverfahren

Chlorit-/Peroxodisulfat

 

Handmischverfahren +

 

halbautomatische Verfahren

 

Das für das Produkt B2 angewandte Chlorit-/Peroxodisulfat-Verfahren erfolgte als Handmischverfahren. Anstelle von Natriumperoxodisulfat kann auch ein Gemisch von Natriumperoxodisulfat und Kaliumperoxomonosulfat verwendet werden. Für das Produkt B1 wurde eine Gemisch aus Natriumhydrogensulfat und Kaliumperoxoxomonosulfat benutzt. Die Konzentrationen der Präkusoren sind so zu wählen, dass eine gebrauchsfertige, stabile Dosierlösung mit einer Chlordioxidkonzentration <3 g/l erzeugt wird. Die Reaktionszeit beträgt bei 20 °C ca. 3 Stunden, wobei niedrigere Temperaturen längere Reaktionszeiten erfordern (DVGW Arbeitsblatt W 224, 2010).

Chlordioxid oxidiert organische Wasserinhaltsstoffe und bildet dabei teilweise Chlorit und Chlorat als unerwünschte Nebenprodukte. Des Weiteren werden biologisch leicht abbaubare Reaktionsprodukte gebildet, die bei hohen Konzentrationen zur Wiederaufkeimung des Wassers führen können. Chlordioxid reagiert mit tertiären Aminen und aktivierten aromatischen Systemen, bildet aber keine bromierten Nebenprodukte (Hoigné and Bader, 1994). Anorganische Substanzen wie Eisen und Mangan werden ebenfalls oxidiert und in schwerlösliche Verbindungen umgewandelt.

+++ Im Originalbericht folgen Betrachtungen zu Ozon, Brom , Peressigsäure,die hier weggelassen sind.

 

4.ct-Wert und ct99-Wert (min∙mg/l)

 

Der ct-Wert wird als Maß für die Effektivität eines Desinfektionsmittels angegeben und ist das Produkt aus der Desinfektionsmittelkonzentration und der Kontaktzeit zwischen Desinfektionsmittel und Mikroorganismen. Der ct99-Wert bezieht sich auf die Kontaktzeit, die benötigt wird, um die Mikroorganismen um z.B. 99 % zu reduzieren.

Ein kleiner ct99-Wert ist gleichbedeutend mit einer hohen Wirksamkeit, da bereits kleine Desinfektionsmittelkonzentrationen und/oder kurze Einwirkzeiten ausreichen, um eine Reduktion von 99 %, d.h. um 2 log10 Einheiten zu erreichen.

Bei der Reduktionskurve der Testorganismen wurde das Zeitintervall mit der stärksten negativen Steigung, d. h. der stärksten Reduktion ausgewählt. Die Steigung in diesem Intervall wird genutzt, um die theoretisch benötigte Zeit zur Reduktion um 99 % zu errechnen. Für dieses Zeitintervall wurde die durchschnittliche Konzentration des Desinfektionsmittels errechnet.

Multipliziert man die Zeit, die theoretisch zur Reduktion von zwei log10-Stufen nötig ist, mit der zugehörigen durchschnittlichen Desinfektionsmittel-konzentration im betrachteten Intervall, erhält man den ct99-Wert (Abbildung 3, Tabelle 4, Gleichung 1).

Wenn die Konzentration der Testorganismen unterhalb der Bestimmungsgrenze ist, lässt sich der ct99-Wert nicht exakt bestimmen und wird mit “<“ angegeben.

 

 


 

 

 

 

 Der ct beispielsweise ct99-Wert lassen einen direkten Vergleich der Wirksamkeit unterschiedlicher Desinfektionsmittelprodukte zu, unabhängig von der Dosierkonzentration der Produkte und deren Zehrung.

 

 

5.Regulatorischer Hintergrund

 

5.1.Trinkwasser

 

Gemäß der EU-Trinkwasserrichtlinie muss die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen auf Grund von verunreinigtem Trinkwasser geschützt werden, zudem ist die Genusstauglichkeit und Reinheit von Trinkwasser zu gewährleisten (Artikel 2, RL 2020/2184/EU). Bei einer Grenzwertüberschreitung von mikrobiologischen Parametern oder während der Aufbereitung von anthropogen beeinflussten Rohwässern müssen Maßnahmen zur Entfernung von potentiellen Krankheitserregern ergriffen werden, wie z.B. eine chemische Desinfektion. In der EU-Verordnung über Biozidprodukte (BPR, Verordnung (EU) Nr. 528/2012) wird das Inverkehrbringen sowie die Verwendung von Biozidprodukten geregelt. Zunächst muss der im Biozidprodukt enthaltende Wirkstoff auf Unionsebene genehmigt werden, anschließend erfolgt die Zulassung des Biozidprodukts als Unioszulassung oder auf Ebene der Mitgliedsstaaten.

Für die Zulassung müssen folgende Kriterien untersucht werden:

 

-       Wirksamkeit gegen die Zielorganismen

-       toxikologisches Wirkungsspektrum bei Mensch und Tier

-       Ökotoxikologie

-       Verbleib und Verhalten des Stoffs in der Umwelt

 

Eine ausreichende Wirksamkeit von Bioziden im Trinkwasserbereich kann mittels der UBA- Prüfvorschrift „Quantitative determination of the efficacy of drinking water disinfectants” (UBA, 2013) beurteilt werden. Nach einem festgelegten Verfahren muss eine Verminderung der Konzentration ausgewählter Bakterien- / Virenreferenzstämme um mindestens 2 log10-Stufen nach 10 Minuten und 4 log10-Stufen nach 25 Minuten durch das Biozid erreicht werden (Tabelle 5).

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 5: Wirksamkeitskriterien für Trinkwasser nach der Prüfvorschrift „Quantitative determination of the efficacy of drinking water disinfectants”

 

Testorganismen

Wirksamkeitskriterium

Escherichia coli

2 log10-Stufen in 10 Minuten

4 log10-Stufen in 25 Minuten

Enterococcus faecium

2 log10-Stufen in 10 Minuten4 log10-Stufen in 25 Minuten

Bakteriophage MS2

2 log10-Stufen in 10 Minuten4 log10-Stufen in 25 Minuten

Bakteriophage PRD1

2 log10-Stufen in 10 Minuten4 log10-Stufen in 25 Minuten

 

 

 

 

 

 

 

5.2.Badebeckenwasser

Die gesetzliche Grundlage zur Sicherung und Überwachung der Qualität des Schwimm- und Badebeckenwasser ist in Deutschland das „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutz-Gesetz - IfSG)”. Paragraf 37 Absatz 2 des IfSG legt folgendes fest: „Schwimm- und Badebeckenwasser (…) muss so beschaffen sein, dass durch seinen Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist”.

In Frei- und Hallenbädern wird das Wasser ständig im Kreislauf aufbereitet, dabei wird es filtriert und desinfiziert. Durch die Desinfektion im Becken sollen die von den Badegästen abgegebenen Mikroorganismen, darunter möglicherweise auch Krankheitserreger, schnell abgetötet werden.

Für die Bewertung der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln für Frei- und Hallenbädern im Rahmen der BPR verweist die „ECHA-Guidance on the Biocidal Products Regulation“ (ECHA, 2018) auf den OECD-Leitfaden „Demonstrating efficacy of pool and spa disinfectants in laboratory and field testing“ (OECD, 2012), in dem die Testbedingungen, Wirksamkeitskriterien sowie Indikatorspezien definiert werden. Der OECD-Leitfaden verweist wiederum auf die UBA- Prüfvorschrift „Quantitative determination of the efficacy of drinking water disinfectants” (UBA, 2013). Dort wird ein Testprinzip basiernd auf einem Durchflusssystem beschrieben, da dies eine bessere Kontrolle der Testbedingungen als in einem Batch-Versuch ermöglicht. Gemäß OECD (2012) muss eine Reduktion der Indikator-Bakterienstämme E. coli, P. aeruginosa, L. pneumophila und S. aureus um mindestens 4 log10-Stufen nach 30 Sekunden, bzw. E. faecium um mindestens 4 log10-Stufen nach 2 Minuten eingehalten werden. Als Indikator-Virenstämme werden Adeno- und Rotaviren genannt, die innerhalb von 10 Minuten, bzw. 2 Minuten um 3 log10-Stufen vermindert werden müssen.

 

5.3.Kühlwasser

Verdunstungskühlanlagen sind nach 42. BImSchV so auszulegen, zu errichten und zu betreiben, dass Verunreinigungen des Kühlwassers durch Mikroorganismen, vor allem durch Legionellen vermieden werden. In der VDI-Richtlinie 2047 wird des Weiteren auf eine Vermeidung einer Biofilmbildung hingewiesen, da aus Biofilmen kontinuierlich Mikroorganismen in das Kreislaufwasser abgegeben werden. Von gesundheitlicher Relevanz sind hierbei die Krankheitserreger Legionellen und Pseudomonas aeruginosa. Zur Minderung der Mikroorganismen können u.a. oxidierend wirkende Biozide wie Chlor, Chlordioxid, Wasserstoffperoxid und Ozon eingesetzt werden. Gemäß Abwasserverordnung (AbwV) darf ein Restgehalt an Chlordioxidlösungen oder anderen Oxidantien von 0,2 mg/l (gemessen als Cl2) im Abwasser aus einer Frischwasserkühlung von industriellen und gewerblichen Prozessen enthalten sein. Anhaltspunkte über eine ausreichende Wirksamkeit von chemischen Desinfektionsmitteln gegenüber Legionellen liefert die DIN EN 13623 (DIN, 2010), wobei sich diese Norm nicht an kontinuierlich dosierte Produkte richtet.

5.4.Biofilm

Durch die Vielzahl von abiotischen und biotischen Einflussfaktoren auf die Lebensgemeinschaft im Biofilm gibt es eine große Vielfalt an Biofilmen und damit die Herausforderung reproduzierbare Bedingungen für Wirksamkeitstests von Wirkstoffen zur Bekämpfung von kontaminierten Biofilmen zu gewährleisten. Bisher sind keine standardisierten Tests für den Bereich der Biofilmbekämpfung mit Bioziden verfügbar. Dies steht im Gegensatz zu den Anforderungen, dass Antragsteller für die Zulassung von Desinfektionsmitteln nach der europäischen Biozidverordnung (BPR, Verordnung (EU) Nr. 528/2012) aussagekräftige Testergebnisse vorlegen müssen, um eine ausreichende Wirksamkeit gegenüber Biofilmen im Trinkwasser, Badebeckenwasser und Rückkühlsystemen zu belegen. Um die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln im Badebeckenwasserbereich zu testen, sieht die ECHA Guidance (ECHA, 2018) einen mehrstufigen Ansatz vor, bestehend aus einem Standard-Labortest (vorzugsweise EN), einem Simulated Use Test und einem Feldversuch.

 

6.Ziel der F&E-Koorperation

Bei der Trinkwasseraufbereitung in Deutschland sind nur Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren zugelassen, die nach der §-11-Liste der Trinkwasserverordnung gemeinsam mit normativen Anforderungen gelistet werden. Ausschließlich „reine“ Wirkstoffe und keine Handelsprodukte können in die Liste aufgenommen werden.

Bislang ist unklar, inwieweit auf dem Markt befindliche Produkte tatsächlich den Vorgaben der§-11-Liste entsprechen und inwieweit das geforderte Schutzniveau in der Liste bei der Aufbereitung und Desinfektion von Trinkwasser erreicht wird. Der DVGW hat eine Feldstudie über die Qualität der Produkte im praktischen Einsatz der Trinkwasseraufbereitung in Auftrag gegeben (DVGW, 2009). In der Studie wurden zahlreiche Abweichungen der normativen Anforderungen festgestellt, wie z.B. dass Produkte mit undefinierter Qualität und zu undefinierten technischen Zwecken auf dem freien Markt angeboten werden. Die Einhaltung der normativen Vorgaben ist insbesondere bei der Desinfektion wichtig, um ein hygienisch einwandfreies Trinkwasser bereitzustellen. Daher soll im Rahmen des Projekts durch die Wirksamkeitsuntersuchungen von Desinfektionsmittelprodukten eine erste Abschätzung erfolgen, mit welchen Risiken durch ggf. unzureichend wirksame Produkte zu rechnen ist.

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sind zu bedeutenden Teilen auf Produkte im Bereich der Badebeckenwasserdesinfektion übertragbar, in dem analog zum Trinkwasser nur ein lückenhafter Wissenstand über verwendete Produkte vorhanden ist.

Innerhalb der EU sollen nach Biozidverordnung zukünftig Produkte zur Trinkwasserdesinfektion zugelassen werden. Das FG II 3.3 im UBA ist im Einvernehmen mit der Zulassungsstelle (BAuA) für die Wirksamkeitsprüfung der Wirkstoffe zuständig. Durch das Projekt sammelt das UBA Erfahrungen u.a. in folgenden Bereichen: Diskrepanzen zwischen genehmigten Wirkstoffen und Produkten, ein ggf. erforderlicher Prüfaufwand, Wirkstoffgemische und der Einfluss von Beistoffen

 

 

7.Herstellung und Handhabung der Desinfektionsmittel

7.2Hypochlorite und Chlor

Die in diesem Projekt verwendeten Chlorprodukte (A1-A4 und A7) waren gebrauchsfertige Chlorlösungen mit 10-15 w%, die auf die gewünschte Dosierkonzentration mittels Umkehrosmosewasser (UO-Wasser) verdünnt wurden. Das Produkt A5 war eine schon vorverdünnte Chlorlösung mit 2-3 g/l Cl2, die unverändert zudosiert wurde. Das Produkt A6 war pulverförmiges Calciumhypochlorit, dass mittels UO-Wasser gelöst wurde. Dabei ist zu beachten, dass es zu Ausfällungen von CaCO3 kam bei Anmischungen mit > 1g Produkt pro

1 Liter UO-Wasser. Bei diesem Produkt muss also eine Lösung mit niedriger Ausgangskonzentration hergestellt werden, um eine vollständige Auflösung zu gewährleisten.

Für die Wirkstoffversuche wurde eine handelsübliche 6-14% NaOCl-Lösung verwendet.

 

Bei der Herstellung der hypochlorigen Säure muss ein ausreichender Handschutz, Körperschutz und Augenschutz gewährleistet sein.

 

7.3.Chlordioxid

Das Produkt B1 auf Basis von Chlordioxid (hergestellt aus Natriumchlorit durch Oxidation) wurde im Handmischverfahren angemischt. Es wurden zwei pulverförmige Komponenten auf Basis von Natriumchlorit und Hydrogensulfat-Persulfat zusammen mit UO-Wasser angemischt. Die Produktlösung besaß anschließend eine Chlordioxidkonzentration von ca. 3 g/l.

Das Produkt B2 wurde ebenfalls im Handmischverfahren angemischt. Dafür wurde zu einer flüssigen Komponente auf Basis von Natriumchlorit eine pulverförmige Komponente auf Basis von Natriumperoxodisulfat und Kaliumperoxomonosulfat gegeben. Nach einer Reaktionszeit von 12 h war die Chlordioxidlösung gebrauchsfertig mit einer Konzentration <3 g/l Chlordioxid.

Für die Wirkstoffversuche wurde Chlordioxid mittels dem Chlorit-Salzsäure-Verfahren hergestellt. Es wurde eine DIOX-A-Chlordioxid-Bereitungsanlage von Wallace & Tiernan verwendet.

Bei den Handmischverfahren muss ein ausreichender Handschutz, Körperschutz, Atemschutz sowie Augen- und Gesichtsschutz gewährleistet sein. Beim Anmischen wurde jeweils eine Gasmaske getragen. Des Weiteren wurde darauf geachtet, dass mindestens 2 Personen anwesend waren. Besonders beim Überführen des angemischten Produktes in den Dosierbehälter ist mit einer Ausgasung von Chlordioxid in hohen Konzentrationen zu rechnen, dass ein unannehmbares Risiko darstellt.

7.4.Konzentrationsbestimmung der Desinfektionsmittel

7.4.1.Natriumhypochlorit, Calciumhypochlorit & Chlor

Die Konzentration an freiem Chlor wurde in den Versuchen photometrisch mit N,N-Diethyl-1,4- phenylendiamin (DPD) gemäß ISO 7393-2 (ISO, 2017) bestimmt. Die Konzentration der Stammlösung (Gesamtchlor) wurde iodometrisch gemäß ISO 7393-3 (ISO, 2000) bestimmt, wobei das Gesamtchlor dem freien Chlor entspricht, da die Probe mit UO-Wasser verdünnt wurde.

7.4.2.Chlordioxid

Chlordioxid wurde in den Versuchen im Konzentrationsbereich von 0,03 bis 0,8 mg/l photometrisch mit N,N-Diethyl-1,4-phenylendiamin (DPD) gemäß DIN 38408-5 (DIN, 1990) bestimmt. Die Konzentration der Stammlösung des Chlordioxids wurde iodometrisch gemäß DIN EN 12671 (DIN, 2016) bestimmt.

 

 

Im Folgenden werden die Ergebnisse der einzelnen Produktuntersuchungen dargestellt, anhand von ct- und ct99-Werten, geordnet nach den jeweiligen Wirkstoffen. Anhand der ct- Werte werden unterschiedliche Produkte je Testorganismus verglichen, wohingegen die ct99- Werte genutzt werden, um die Wirksamkeit je Produkt für die unterschiedlichen Testorganismen zu beurteilen.

8.  Chlordioxidprodukte

Bei der Produktklasse mit Wirkstoff Chlordioxid (hergestellt aus Natriumchlorit durch Oxidation) wurden zwei Produkte (B1 und B2) untersucht. Diese werden im Folgenden bezüglich ihrer Wirksamkeit miteinander sowie mit dem Wirkstoff Chlordioxid verglichen.

8.1.Trinkwasserdesinfektion

8.1.1.E. coli und E. faecium

Die Graphen der ct-Werte der Produkte B1 und B2 zeigen bei E. coli einen ähnlichen Reduktionsverlauf (Abbildung 16). Die Abnahme von E. coli in Abhängigkeit vom ct-Wert unterscheidet sich bei den Produkten B1 und B2 um ca. 0,5 log10-Stufen, wobei diese Abweichung als nicht signifikant zu bewerten ist. Für die Produkte B1 und B2 kann eine vergleichbare Wirksamkeit gegenüber E. coli angenommen werden. Des Weiteren ist der Reduktionsverlauf des untersuchten Wirkstoffes denen der Produkte B1 und B2 ähnlich (Abbildung 16). Dies deutet auf eine vergleichbare Wirksamkeit des Wirkstoffes und der Produkte B1 und B2 hin.

Bei E. faecium zeigen die Graphen der ct-Werte der Produkte B1 und B2 einen ähnlichen Reduktionsverlauf (Abbildung 17). Die Abnahme von E. faecium in Abhängigkeit vom ct-Wert unterscheidet sich am Messpunkt 4 um ca. 1 log10-Stufe. Unter Einbeziehung der Standardabweichung scheint diese Abweichung nicht signifikant zu sein. Die untersuchten Produkte B1 und B2 zeigen daher eine ähnliche Wirksamkeit gegenüber E. faecium. Der Reduktionsverlauf des untersuchten Wirkstoffes weicht an den Messpunkten 4 und 5 von den Produkten B1 und B2 ab. Unter Einbeziehung der Standardabweichung scheinen aber auch diese Unterschiede nicht signifikant zu sein, so dass von einer ähnlichen Wirksamkeit des Wirkstoffes sowie der Produkte B1 und B2 ausgegangen werden kann

 E. faecium scheint resistenter gegenüber Chlordioxid zu sein als E. coli.

Alle untersuchten Produkte auf Basis von Chlordioxid sowie der Wirkstoff Chlordioxid haben die Wirksamkeitskriterien (Tabelle 5) bei einer Dosierkonzentration von 0,2 mg/l ClO2 für E. coli und E. faecium eingehalten

 

 

 

8.1.2.Bakteriophagen MS2 und PRD1

Die Graphen der ct-Werte der Produkte B1 und B2 zeigen einen ähnlichen Reduktionsverlauf der Bakteriophagen MS2 (Abbildung 18) und lassen daher auf eine ähnliche Wirksamkeit der Produkte B1 und B2 gegenüber der Bakteriophagen MS2 schließen. Der Wirkstoff Chlordioxid zeigt einen ähnlichen Reduktionsverlauf wie die Produkte B1 und B2, allerdings kommt es ab den Messpunkten 3 und 4 zu einer Abweichung von ca. 1-1,5 log10-Stufen. Bezieht man die Standardabweichung an diesen Messpunkten mit ein, ist der Unterschied weniger ausgeprägt. Des weiteren wurden bei der Bakteriophagenuntersuchung ab dem Messpunkt 3 und 4 bei den Produkten B1 und B2 jeweils 10 ml Probe analysiert, beim Wirkstoff hingegen nur 1 ml. Dadurch kann es in den Reduktionsverläufen zu einem Unterschied von einer 1 log10-Stufe kommen. Die Wirksamkeit der Produkte B1 und B2 könnte gegenüber dem Wirkstoff im Falle von den Bakteriophagen MS2 höher sein, was allerdings nicht eindeutig erkennbar ist.

 

 


Die Graphen der ct-Werte der Produkte B1 und B2 und des Wirkstoffes Chlordioxid zeigen gegenüber den Bakteriophagen PRD1 einen ähnlichen Reduktionsverlauf und lassen daher auf eine ähnliche Wirksamkeit der Produkte B1 und B2 sowie des Wirkstoffes Chlordioxid gegenüber den Bakteriophagen PRD1 schließen.

Die ct99-Werte der Produkte B1 und B2 für die Bakteriophagen PRD1 betragen 0,03-0,04 min∙mg/l und sind somit niedriger als die der Bakteriophagen MS2 mit 0,06-0,07 min∙mg/l .

Alle untersuchten Produkte auf Basis von Chlordioxid sowie der Wirkstoff haben die Wirksamkeitskriterien für die Bakteriophagen MS2 und PRD1 (Tabelle 5) bei einer Dosierkonzentration von 0,2 mg/l ClO2 eingehalten

 

 

 

9.Diskussion

 

Im Folgenden werden die Ergebnisse der einzelnen Produktuntersuchungen diskutiert, geordnet nach den jeweiligen Wirkstoffen und in Abhängigkeit des untersuchten Testwassers.

Chlordioxid

Trinkwasserdesinfektion

 

Zwischen den untersuchten Produkten auf Basis von Chlordioxid bestehen keine signifikanten Wirksamkeitsunterschiede. Allerdings reagieren die untersuchten Testorganismen unterschiedlich sensitiv auf Chlordioxid. E. faecium ist resistenter gegenüber Chlordioxid als

E. coli und die Bakteriophagen MS2 und PRD1. Dies könnte an speziellen Abwehrmechanismen von E. faecium gegenüber Chlordioxid liegen, durch die sich E. faecium vor oxidativem Stress schützt (Grunert et al., 2018; Lebreton et al., 2012). Des weiteren sind einzelsträngige RNA-Viren (MS2) anfälliger für die Entwicklung einer Desinfektionsresistenz im Vergleich zu doppelsträngigen DNA-Viren (PRD1) (Duffy et al., 2008; Holland et al., 1982; Weitzman et al., 2004). Im Falle der Bakteriophagen MS2 kann es zu einer Substitution von ClO2-labilen durch ClO2-stabilen Aminosäuren in dem Protein A kommen, das bei der Bindung und dem Eindringen von MS2 an bzw. in den Wirt eine wichtige Rolle spielt (Zhong et al., 2016), so dass von einer höheren Resistenz bei MS2 als PRD1 gegenüber Chlordioxid auszugehen ist.

Zwischen dem Wirkstoff Chlordioxid und den getesteten Produkten auf Basis von Chlordioxid besteht kein signifikanter Unterschied bezüglich der Wirksamkeit, außer im Falle von den Bakteriophagen MS2 könnte eine höhere Wirksamkeit der Produkte im Vergleich zum Wirkstoff bestehen. Die berechneten ct99-Werte (Tabelle 17) sind ähnlich zu denen beschrieben von Grunert et al. (2018) für die untersuchten Testorganismen bzw. -viren und Chlordioxid. Hingegen nennt Hoff (1986) einen ca. 4-fach erhöhten ct99-Wert von 0,33 min∙mg/l (pH 7, T = 15 °C) für E. coli im Vergleich zu den hier berechneten Werten, die 0,068-0,095 min∙mg/l betragen.

Alle untersuchten Produkte sowie der Wirkstoff haben die geforderten Wirksamkeitskriterien von 2 log10-Stufen in 10 Minuten sowie 4 log10-Stufen in 25 Minuten bei einer Dosierkonzentration von 0,2 mg/l ClO2 eingehalten. Ebenfalls wie in Kapitel 4.1.1 beschrieben,scheint eine Dosierkonzentration von ca. 0,2 mg/l ClO2 die Grenze einer noch ausreichenden Wirksamkeit darzustellen.

Bezüglich der Handhabung mit Chlordioxid ist darauf hinzuweisen, dass bei unzureichender Belüftung beim Anmischen der getesteten Produkte ein Atemschutz (Gasmaske) zu tragen ist, um das Einatmen von gasförmigen Chlordioxid zu vermeiden. Des Weiteren sollte eine ausreichende Raumbelüftung vorhanden sein. Allgemein ist beim Handmischverfahren von Chlordioxid ein ausreichender Handschutz, Körperschutz, Atemschutz sowie Augen- und Gesichtsschutz zu gewährleisten. Die Handhabung/Herstellung variierte dabei je nach getestetem Produkt (Kapitel 2.10.2, Tabelle 11).

10.Fazit

 

Bei den untersuchten Produkten auf Basis von Chlor konnte kein Wirksamkeitsunterschied zwischen den Produkten festgestellt werden. Des Weiteren bestand kein signifikanter Unterschied zwischen den untersuchten Produkten und dem Wirkstoff. Die verwendeten Chlordioxid-Produkte unterschieden sich ebenfalls nicht in ihrer Wirksamkeit, wobei ein eventueller Wirksamkeitsunterschied zwischen Produkten und Wirkstoff nicht ausgeschlossen werden kann. Die Wirksamkeit von Ozon ist ähnlich oder besser im Vergleich zu Chlor. Bei höheren DOC-Werten scheint jedoch Chlor wirksamer als Ozon zu sein, auf Grund einer geringeren Zehrung des Chlors durch den DOC im Testwasser. Hypobromige Säure zeigte eine schlechtere Wirksamkeit gegenüber P. aeruginosa im Vergleich zu Chlor, bei den weiteren untersuchten Testorganismen- und viren allerdings eine ähnlich gute oder bessere Wirksamkeit. Das untersuchte Peressigsäure-Produkt ist deutlich schlechter wirksam als Chlor.

Alle Produkte unterscheiden sich in ihrer Handhabung. Besonders bei der Handhabung von Chlordioxid-Produkten, die auf dem Handmischverfahren beruhen sowie Ozon allgemein muss mit besonderer Vorsicht gearbeitet werden, da hier die Möglichkeit eines Austritts von toxischem Gas besteht. Eine entsprechende Einweisung für das Arbeiten mit diesen Produkten ist zu empfehlen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Untersuchung und der Vergleich der Wirksamkeit von unterschiedlichen Desinfektionsmitteln ein komplexer Prozess ist, bei dem neben oxidativen Prozessen auch chemische Parameter wie pH-Wert, pKa-Wert, Temperatur, DOC sowie mikrobiologische Abwehrmechanismen beachtet werden müssen und daher Desinfektionserfolge schwer vorhersagbar sind. Desinfektionsmittelprodukte sollten abhängig vom Herstellungsverfahren und/oder vom Anwendungsfall (Trinkwasser, Badebeckenwasser, Kühlwasser etc.) untersucht werden, da dies den Desinfektionserfolg maßgeblich beeinflussen kann.

 

 

 

11.Literatur

 

Ao, X., Eloranta, J., Huang, C.-H., Santoro, D., Sun, W., Lu, Z., Li, C., 2021. Peracetic acid- based advanced oxidation processes for decontamination and disinfection of water: A review. Water Res. 188, 116479. https://doi.org/10.1016/j.watres.2020.116479

Armon, R., Kott, Y., 2000. Bakteriophagen als Virusindikatoren, in: Walter, R. (Ed.), Umweltvirologie. Springer Vienna, Vienna, pp. 175–203. https://doi.org/10.1007/978- 3-7091-6318-4_7

Awad, M.I., Denggerile, A., Ohsaka, T., 2004. Electroreduction of Peroxyacetic Acid at Gold Electrode in Aqueous Media. J. Electrochem. Soc. 151, E358. https://doi.org/10.1149/1.1812733

Block, S.S., 2001. Disinfection, sterilization, and preservation. Lippincott Williams & Wilkins. Braun, D., Kuchler, U., Pietsch, G., 1988. Behaviour of NOx in air-fed ozonizers. Pure Appl.

Chem. 60, 741–746. https://doi.org/10.1351/pac198860050741 Brugger, M., 2014. Ozon-Brom-Verfahren zur Aufbereitung von Schwimm- und

Badebeckenwasser: Aufnahme des Verfahrens in die DIN 19643 beantragt. Arch. Badewes. 3, 170–177.

Chalmers, R.M., 2014. Naegleria, in: Microbiology of Waterborne Diseases. Elsevier, pp.

407–416. https://doi.org/10.1016/B978-0-12-415846-7.00020-2

Deborde, M., von Gunten, U., 2008. Reactions of chlorine with inorganic and organic compounds during water treatment—Kinetics and mechanisms: A critical review. Water Res. 42, 13–51. https://doi.org/10.1016/j.watres.2007.07.025

DIN, 2021. DIN 19643-5: Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser - Teil 5: Verfahrenskombinationen mit Nutzung von Brom als Desinfektionsmittel, erzeugt durch Ozonung bromidreichen Wassers.

DIN, 2016. DIN EN 12671: Produkte zur Aufbereitung von Wasser für den menschlichen Gebrauch - Vor Ort erzeugtes Chlordioxid.

DIN, 2012a. DIN 19643-3: Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser - Teil 3: Verfahrenskombinationen mit Ozonung.

DIN, 2012b. DIN 19643-1: Aufbereitung von Schwimm- und Badebeckenwasser - Teil 1: Allgemeine Anforderungen.

DIN, 2011. DIN 38408-3: Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung - Gasförmige Bestandteile (Gruppe G) - Teil 3: Bestimmung von Ozon (G 3).

DIN, 2010. DIN EN 13623: Chemische Desinfektionsmittel und Antiseptika - Quantitativer Suspensionsversuch zur Bestimmung der bakteriziden Wirkung gegen Legionella von chemischen Desinfektionsmitteln für wasserführende Systeme - Prüfverfahren und Anforderungen (Phase 2, Stufe 1).

DIN, 1990. DIN 38408-5: Deutsche Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung; Gasförmige Bestandteile (Gruppe G); Bestimmung von Chlordioxid (G 5).

Duffy, S., Shackelton, L.A., Holmes, E.C., 2008. Rates of evolutionary change in viruses: patterns and determinants. Nat. Rev. Genet. 9, 267–276. https://doi.org/10.1038/nrg2323

Duran, A.E., Muniesa, M., Moce-Llivina, L., Campos, C., Jofre, J., Lucena, F., 2003.

Usefulness of different groups of bacteriophages as model micro-organisms for evaluating chlorination. J. Appl. Microbiol. 95, 29–37. https://doi.org/10.1046/j.1365- 2672.2003.t01-1-01948.x

DVGW, 2009. Kriterien des praktischen Einsatzes auf dem Markt befindlicher Aufbereitungsstoffe gemäß §11 TrinkwV 2001 und ihrer Qualität.

DVGW 19643-1Arbeitsblatt W 225, 2015. DVGW Arbeitsblatt W 225, Ozon in der Trinkwasseraufbereitung.

DVGW Arbeitsblatt W 224, 2010. DVGW-Arbeitsblatt W 224, Verfahren zur Desinfektion von Trinkwasser mit Chlordioxid.

DVGW Arbeitsblatt W 229, 2021. DVGW-Arbeitsblatt W 229, Verfahren zur Desinfektion von Trinkwasser mit Chlor und Hypochloriten.

ECHA, 2018. Guidance on the Biocidal Products Regulation: Volume II Efficacy - Assessment and Evaluation (Parts B+C).

El-Athman, F., Zehlike, L., Kämpfe, A., Junek, R., Selinka, H.-C., Mahringer, D., Grunert, A., 2021. Pool water disinfection by ozone-bromine treatment: Assessing the disinfectant efficacy and the occurrence and in vitro toxicity of brominated disinfection by- products. Water Res. 204, 117648. https://doi.org/10.1016/j.watres.2021.117648

EU-Trinkwasserrichtlinie, 1998. Richtlinie 98/83/EG des Rates über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch.

Exner, M., Gebel, J., Lenz, J., 2010. Überprüfung der Wirksamkeit von Desinfektionsmaßnahmen und Erarbeitung von Handlungsanweisungen in Schadensfällen. Vermeidung Sanier. Von Trinkwasserkontaminationen Durch Hyg. Relev. Mikroorganismen Aus Biofilmen Hausinstallation H-C Flemming Ed IWW Schriftenreihe 54, 181–230.

Flores, M.J., Lescano, M.R., Brandi, R.J., Cassano, A.E., Labas, M.D., 2014. A novel approach to explain the inactivation mechanism of Escherichia coli employing a commercially available peracetic acid. Water Sci. Technol. 69, 358–363. https://doi.org/10.2166/wst.2013.721

Freese, S.D., Nozaic, D.J., Bailey, I., Trollip, D.L., 2002. Alternative disinfectants for wastewater effluents: viable or prohibitively expensive? Water A 29, 23–32.

Fukuzaki, S., 2006. Mechanisms of actions of sodium hypochlorite in cleaning and disinfection processes. Biocontrol Sci. 11, 147–157.

Gardoni, D., Vailati, A., Canziani, R., 2012. Decay of Ozone in Water: A Review. Ozone Sci.

Eng. 34, 233–242. https://doi.org/10.1080/01919512.2012.686354

Gehr, R., Wagner, M., Veerasubramanian, P., Payment, P., 2003. Disinfection efficiency of peracetic acid, UV and ozone after enhanced primary treatment of municipal wastewater. Water Res. 37, 4573–4586. https://doi.org/10.1016/S0043-

1354(03)00394-4

Grohmann, A. (Ed.), 2011. Wasser: Chemie, Mikrobiologie und nachhaltige Nutzung. De Gruyter, Berlin ; New York.

Grunert, A., Frohnert, A., Selinka, H.-C., Szewzyk, R., 2018. A new approach to testing the efficacy of drinking water disinfectants. Int. J. Hyg. Environ. Health 221, 1124–1132. https://doi.org/10.1016/j.ijheh.2018.07.010

Haag, W.R., Hoigne, J., 1983. Ozonation of bromide-containing waters: kinetics of formation of hypobromous acid and bromate. Environ. Sci. Technol. 17, 261–267.

Hall, R.M., Sobsey, M.D., 1993. Inactivation of Hepatitis a Virus and MS2 by Ozone and Ozone-Hydrogen Peroxide in Buffered Water. Water Sci. Technol. 27, 371–378. https://doi.org/10.2166/wst.1993.0377

Henke-Gendo, C., 2016. Virale Gastroenteritiserreger, in: Suerbaum, S., Burchard, G.-D., Kaufmann, S.H.E., Schulz, T.F. (Eds.), Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer-Lehrbuch. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg, pp. 513–517. https://doi.org/10.1007/978-3-662-48678-8_65

Heywood, D., Phillips, B., Stansbury, Jr., H., 1961. Communications. Free Radical Hydroxylations with Peracetic Acid. J. Org. Chem. 26, 281–281. https://doi.org/10.1021/jo01060a629

Hoff, J.C., 1986. Inactivation of Microbial Agents by Chemical Disinfectants (No. EPA/600/2- 86/067). U.S. Environmental Protection Agency, Cincinnati, Ohio.

Hoffmann, M., 2015. Ozone-Bromine Treatment Water Treatment in Public Pools without Chlorine: A New Standard? Ozone Sci. Eng. 37, 456–466. https://doi.org/10.1080/01919512.2015.1053014

Hoigné, J., Bader, H., 1994. Kinetics of reactions of chlorine dioxide (OClO) in water—I. Rate constants for inorganic and organic compounds. Water Res. 28, 45–55. https://doi.org/10.1016/0043-1354(94)90118-X

Holland, J., Spindler, K., Horodyski, F., Grabau, E., Nichol, S., VandePol, S., 1982. Rapid Evolution of RNA Genomes. Science 215, 1577–1585. https://doi.org/10.1126/science.7041255

Hollman, J., Dominic, J.A., Achari, G., 2020. Degradation of pharmaceutical mixtures in aqueous solutions using UV/peracetic acid process: Kinetics, degradation pathways and comparison with UV/H2O2. Chemosphere 248, 125911. https://doi.org/10.1016/j.chemosphere.2020.125911

Hunt, N.K., Mariñas, B.J., 1997. Kinetics of Escherichia coli inactivation with ozone. Water Res. 31, 1355–1362. https://doi.org/10.1016/S0043-1354(96)00394-6

ISO, 2017. ISO 7393-2: Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von freiem Chlor und Gesamtchlor - Teil 2: Kolorimetrisches Verfahren mit N,N-Dialkyl-1,4-Phenylendiamin für Routinekontrollen.

ISO, 2000. ISO 7393-3: Wasserbeschaffenheit - Bestimmung von freiem Chlor und Gesamtchlor - Teil 3: Iodometrisches Verfahren zur Bestimmung von Gesamtchlor.

Jiang, S.C., 2006. Human Adenoviruses in Water: Occurrence and Health Implications: A Critical Review. Environ. Sci. Technol. 40, 7132–7140. https://doi.org/10.1021/es060892o

Kitis, M., 2004. Disinfection of wastewater with peracetic acid: a review. Environ. Int. 30, 47–

55. https://doi.org/10.1016/S0160-4120(03)00147-8

Lebreton, F., van Schaik, W., Sanguinetti, M., Posteraro, B., Torelli, R., Le Bras, F., Verneuil, N., Zhang, X., Giard, J.-C., Dhalluin, A., Willems, R.J.L., Leclercq, R., Cattoir, V., 2012. AsrR Is an Oxidative Stress Sensing Regulator Modulating Enterococcus faecium Opportunistic Traits, Antimicrobial Resistance, and Pathogenicity. PLoS Pathog. 8, e1002834. https://doi.org/10.1371/journal.ppat.1002834

Lide, D.R., 2004. CRC handbook of chemistry and physics. CRC press.

Liu, Q., Schurter, L.M., Muller, C.E., Aloisio, S., Francisco, J.S., Margerum, D.W., 2001.

Kinetics and Mechanisms of Aqueous Ozone Reactions with Bromide, Sulfite, Hydrogen Sulfite, Iodide, and Nitrite Ions. Inorg. Chem. 40, 4436–4442. https://doi.org/10.1021/ic000919j

Maalej, S., Dammak, I., Dukan, S., 2006. The impairment of superoxide dismutase coordinates the derepression of the PerR regulon in the response of Staphylococcus aureus to HOCl stress. Microbiology 152, 855–861. https://doi.org/10.1099/mic.0.28385-0

McFadden, M., Loconsole, J., Schockling, A.J., Nerenberg, R., Pavissich, J.P., 2017. Comparing peracetic acid and hypochlorite for disinfection of combined sewer overflows: Effects of suspended-solids and pH. Sci. Total Environ. 599–600, 533–

539. https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2017.04.179

Mezzanotte, V., Antonelli, M., Citterio, S., Nurizzo, C., 2007. Wastewater Disinfection Alternatives: Chlorine, Ozone, Peracetic Acid, and UV Light. Water Environ. Res. 79, 2373–2379. https://doi.org/10.2175/106143007X183763

Mizuno, T., Tsuno, H., Yamada, H., 2007. Development of Ozone Self-Decomposition Model for Engineering Design. Ozone Sci. Eng. 29, 55–63. https://doi.org/10.1080/01919510601115849

Monarca, S., Feretti, D., Zerbini, I., Zani, C., Alberti, A., Richardson, S.D., Thruston Jr, A.D., Ragazzo, P., Guzzella, L., 2002. Studies on mutagenicity and disinfection by- products in river drinking water disinfected with peracetic acid or sodium hypochlorite. Water Sci. Technol. Water Supply 2, 199–204.

Monarca, Silvano, Richardso, S.D., Feretti, D., Grottolo, M., Thruston Jr, A.D., Zani, C., Navazio, G., Ragazzo, P., Zerbini, I., Alberti, A., 2002. Mutagenicity and disinfection byproducts in surface drinking water disinfected with peracetic acid. Environ. Toxicol. Chem. Int. J. 21, 309–318.

National Center for Biotechnology Information, n.d. PubChem Compound Summary for CID 24341, Hypochlorous acid.

National Center for Biotechnology Information, n.d. PubChem Compound Summary for CID 6585, Peracetic acid.

Nozaic, D.J., 2004. Chlorine: Is it really so bad and what are the alternatives? Water Sa 30, 18–24.

OECD, 2012. GUIDANCE DOCUMENT FOR DEMONSTRATING EFFICACY OF POOL AND SPA DISINFECTANTS IN LABORATORY AND FIELD TESTING.

Riesenfeld, E.H., 1927. Das Ozon, seine Bildung und Verwendung. Naturwissenschaften 15, 777–784. https://doi.org/10.1007/BF01504659

Robertson, L.J., 2014. Giardia duodenalis, in: Microbiology of Waterborne Diseases. Elsevier, pp. 375–405. https://doi.org/10.1016/B978-0-12-415846-7.00019-6

Rodríguez, E., Onstad, G.D., Kull, T.P.J., Metcalf, J.S., Acero, J.L., von Gunten, U., 2007.

Oxidative elimination of cyanotoxins: Comparison of ozone, chlorine, chlorine dioxide and permanganate. Water Res. 41, 3381–3393. https://doi.org/10.1016/j.watres.2007.03.033

Roeske, W., Ritter, K., 2006. Trinkwasserdesinfektion: Grundlagen, Verfahren, Anlagen, Geräte, Mikrobiologie, Chlorung, Ozonung, UV-Bestrahlung, Membranfiltration, Qualitätssicherung. Oldenbourg, München.

Rokhina, E.V., Makarova, K., Golovina, E.A., Van As, H., Virkutyte, J., 2010. Free Radical Reaction Pathway, Thermochemistry of Peracetic Acid Homolysis, and Its Application for Phenol Degradation: Spectroscopic Study and Quantum Chemistry Calculations. Environ. Sci. Technol. 44, 6815–6821. https://doi.org/10.1021/es1009136

Sánchez-Ruiz, Tejero-Monzón, Martínez-Royano, 1995. An evaluation of the efficiency and impact of raw wastewater disinfection with peracetic acid prior to ocean discharge. Water Sci. Technol. 32. https://doi.org/10.1016/0273-1223(96)00060-1

Sharp, D.G., Floyd, R., Johnson, J.D., 1976. Initial fast reaction of bromine on reovirus in turbulent flowing water. Appl. Environ. Microbiol. 31, 173–181. https://doi.org/10.1128/aem.31.2.173-181.1976

Shaw, J.W., 1984. A Retrospective Comparison of the Effectiveness of Bromination and Chlorination in Controlling Pseudomonas Aeruginosa in Spas (Whirlpools) in Alberta. Can. J. Public Health Rev. Can. Santee Publique 75, 61–68.

Taylor, T.A., Unakal, C.G., 2021. Staphylococcus Aureus, in: StatPearls. StatPearls Publishing, Treasure Island (FL).

Tree, J.A., Adams, M.R., Lees, D.N., 2003. Chlorination of Indicator Bacteria and Viruses in Primary Sewage Effluent. Appl. Environ. Microbiol. 69, 2038–2043. https://doi.org/10.1128/AEM.69.4.2038-2043.2003

TrinkwV, 2001. Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch. UBA, 2014. Hygieneanforderungen an Bäder und deren Überwachung: Empfehlung des

Umweltbundesamtes (UBA) nach Anhörung der Schwimm- und Badebeckenwasserkommission des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) beim Umweltbundesamt. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 57, 258–279. https://doi.org/10.1007/s00103-013-1899-7

UBA, 2013. Quantitative determination of the efficacy of drinking water disinfectants. UBA, 2003. Hygienische Anforderungen an Kleinbadeteiche (künstliche Schwimm-und

Badeteichanlagen). Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 46, 527–529. https://doi.org/10.1007/s00103-003-0627-0

Vanysek, P., 2000. Electrochemical series. CRC Handb. Chem. Phys. 8.

VDI-Richtlinie 2047, 2019. VDI 2047 Blatt 2, Rückkühlwerke - Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen (VDI-Kühlturmregeln).

Veschetti, E., Cutilli, D., Bonadonna, L., Briancesco, R., Martini, C., Cecchini, G., Anastasi, P., Ottaviani, M., 2003. Pilot-plant comparative study of peracetic acid and sodium hypochlorite wastewater disinfection. Water Res. 37, 78–94.

von Gunten, U., 2003a. Ozonation of drinking water: Part I. Oxidation kinetics and product formation. Water Res. 37, 1443–1467. https://doi.org/10.1016/S0043-1354(02)00457-

8

von Gunten, U., 2003b. Ozonation of drinking water: Part II. Disinfection and by-product formation in presence of bromide, iodide or chlorine. Water Res. 37, 1469–1487. https://doi.org/10.1016/S0043-1354(02)00458-X


von Rheinbaben, F., Werner, S., 2014. Peressigsäure und Desinfektionsmittel auf Peressigsäurebasis–Eigenschaften, Anwendungsgebiete und Wirksamkeit. Dial. Aktuell 18, 216–223.

Weitzman, M.D., Carson, C.T., Schwartz, R.A., Lilley, C.E., 2004. Interactions of viruses with the cellular DNA repair machinery. DNA Repair 3, 1165–1173. https://doi.org/10.1016/j.dnarep.2004.03.018

WHO, others, 2018. Alternative drinking-water disinfectants: bromine, iodine and silver. Wilhelm, S., 2008. Wasseraufbereitung: Chemie und chemische Verfahrenstechnik, 7.,

aktualisierte und erg. Aufl. ed, VDI-(Buch). Springer, Berlin.

Yuan, Z., Ni, Y., Van Heiningen, A.R.P., 1997. Kinetics of peracetic acid decomposition: Part I: Spontaneous decomposition at typical pulp bleaching conditions. Can. J. Chem.

Eng. 75, 37–41. https://doi.org/10.1002/cjce.5450750108

Zhong, Q., Carratalà, A., Nazarov, S., Guerrero-Ferreira, R.C., Piccinini, L., Bachmann, V., Leiman, P.G., Kohn, T., 2016. Genetic, Structural, and Phenotypic Properties of MS2 Coliphage with Resistance to ClO 2 Disinfection. Environ. Sci. Technol. 50, 13520– 13528. https://doi.org/10.1021/acs.est.6b04170

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wirkungsweise von Chlordioxid u.a. Desinfektionsmitteln zur Trinkwasserdesinfektion

      Abschlussbericht Projektzeitraum: Januar 2018 – Juni 2021 ...